Homo-Ehen: Schwarzenegger greift durch - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Homo-Ehen Schwarzenegger greift durch

Bill Lockyer hat beim Obersten Gerichtshof des Westküstenstaates ein sofortiges Verbot gleichgeschlechtlicher Trauungen beantragt. Der kalifornische Justizminister ist dabei im Auftrag von Gouverneur Arnold Schwarzenegger unterwegs.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

San Francisco - Unterdessen wurden in San Francisco weitere Homo-Ehen geschlossen. Seitdem Bürgermeister Gavin Newsom am 12. Februar für die umstrittenen Ehen grünes Licht gab, ließen sich über 3400 gleichgeschlechtliche Paare trauen. Als prominente Lesbe gab die Entertainerin Rosie O'Donnell ihrer langjährigen Freundin am Donnerstag das Ja-Wort. Der Bürgermeister der Ostküstenstadt New Paltz (US-Staat New York) folgte dem kalifornischen Beispiel und genehmigte am Freitag mehr als 30 Trauungen von Schwulen und Lesben.

Drei konservative Gruppe sind vor Richtern in San Francisco mit ihren Anträgen auf einen sofortigen Stopp der Trauungen bislang gescheitert. Bürgermeister Newsom begrüßte am Freitag die Einschaltung des Obersten Gerichtshofes, der nun die Legalität der Homo-Ehen prüfen soll.

Bei einem Volksentscheid im Jahr 2000 hatte die Mehrheit der kalifornischen Wähler für eine Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau gestimmt. Aus Sicht der liberalen Stadtväter verstößt das bestehende Verbot von Homo-Ehen gegen die Gleichstellungsgesetze des Staates.

Nach einem anfänglichen Ansturm von Heiratswilligen und Trauungen im Minutentakt stellt das Standesamt jetzt nur noch Heiratslizenzen nach vorheriger Anmeldung aus. Bis Mitte April sind die Termine bereits ausgebucht.