Honduras: Häftlingsrevolte kostet 86 Leben - DER SPIEGEL
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Honduras Häftlingsrevolte kostet 86 Leben

In einem Gefängnis in der Hafenstadt La Ceiba kam es zu einer blutigen Schlacht. Zwei Straßengangs trugen ihre Rivalität auch hinter Gittern weiter aus bis das Gefängnis brannte. Im anschließendem Chaos konnte eine Vielzahl der überlebenden Häftlinge fliehen.
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Tegucigalpa - 86 Insassen des Gefängnisses in einer honduranischen Hafenstadt sind getötet worden. Der Aufstand begann am Samstag mit einem Kampf zwischen Mitgliedern zweier rivalisierender Straßengangs, wie die Behörden in der Hauptstadt Tegucigalpa mitteilten. Die inhaftierten Jugendlichen hätten sich gegenseitig mit Schusswaffen, Macheten und Messern angegriffen.

Der Streit im Gefängnis El Porvenir in La Ceiba eskalierte, als andere Insassen in ihren Zellen Matratzen und Möbel anzündeten. Dutzende Häftlinge wurde verletzt. Das Feuer breitete sich im Gefängnisgebäude aus, und 86 der Gefangenen verbrannten, starben an Rauchvergiftung oder wurden von Mithäftlingen getötet, wie Anstaltssprecher Leonel Sauceda mitteilte.

Nach Angaben der Polizei wurden bis zu 70 Insassen und Aufseher verletzt. Erst nach mehr als drei Stunden hatten Feuerwehr und Polizei die Lage wieder unter Kontrolle. Viele der Getöteten und der 23 Verletzten seien Mitglieder der Gang gewesen. Unter den Toten seien auch drei Frauen, die als Besucher in dem Gefängnis gewesen seien. Wie viele Häftlinge entkommen konnten, war zunächst nicht bekannt.

Der Präsident des mittelamerikanischen Landes, Ricardo Maduro, besuchte den Tatort und ordnete eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen in den Gefängnissen des Landes an. Die Hafenstadt La Ceiba liegt 350 Kilometer nördlich von Tegucigalpa.