Hongkong: Mindestens 36 Tote bei Schiffsunglück - DER SPIEGEL
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Kollision vor der Küste Dutzende Tote bei Schiffsunglück in Hongkong

Die Passagiere wollten von dem Schiff aus ein Feuerwerk anschauen: Ein Ausflugsschiff ist vor der Küste Hongkongs mit einer Fähre kollidiert und gesunken. Dabei starben mindestens 36 Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt.
Kollision vor der Küste: Dutzende Tote bei Schiffsunglück in Hongkong
Kollision vor der Küste: Dutzende Tote bei Schiffsunglück in Hongkong

Kollision vor der Küste: Dutzende Tote bei Schiffsunglück in Hongkong

Foto: Vincent Yu/ AP
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Hongkong - Bei einem Schiffsunglück in Hongkong sind mindestens 36 Menschen gestorben. Zu dem Unglück kam es am Montagabend (Ortszeit) nahe Lamma Island, der drittgrößten Insel in Hongkong. Das Ausflugsboot war auf dem Weg in den berühmten Victoria Harbour, wo ein Feuerwerk zum chinesischen Nationalfeiertag gezündet wurde. Das Schiff wurde von einer Fähre gerammt.

Nach dem Zusammenstoß drang Wasser in das Ausflugsboot ein, das laut Behördenangaben mehr als 120 Menschen an Bord hatte. Mit Rettungsbooten, Hubschraubern und Tauchern suchten die Bergungsdienste nach Überlebenden. 17 Insassen konnten nur noch tot geborgen werden, die weiteren Opfer starben auf dem Weg ins Krankenhaus, teilte die Feuerwehr mit. Dutzende Passagiere seien verletzt worden.

"Das Schiff war innerhalb von zehn Minuten gesunken. Wir mussten mindestens 20 Minuten warten, bevor wir gerettet wurden", sagte ein Passagier. Manche Leute hätten Fenster des Bootes eingeschlagen, um an die Wasseroberfläche schwimmen zu können.

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Schiffsunglück vor Hongkong: Suche nach Opfern und Überlebenden

Foto: Vincent Yu/ AP

Die Suche nach Überlebenden und Opfern geht weiter, es könnten noch Menschen im Bootsinneren eingeschlossen sein. Es sei daher gut möglich, dass die Zahl der Opfer noch steige, teilten die Behörden mit. Unter den Opfern waren laut dem Sender RTHK auch Kinder.

Bei den Ermittlungen nahm die Polizei sechs Besatzungsmitglieder der beiden beteiligten Schiffe festgenommen. Den Verdächtigen werde Gefährdung des Lebens anderer vorgeworfen, sagte Hongkongs Sicherheitsminister Lai Tung Kwok. Polizeichef Tsang Wai Hung schloss weitere Festnahmen nicht aus.

Das Ausflugsboot war am Dienstagmorgen weitgehend unter Wasser, der Bug ragte fast senkrecht nach oben. Die genauen Ursachen des Unglücks sind unklar. Die Fähre setzte ihre Fahrt nach der Kollision offenbar ohne größeren Schaden bis in einen Hafen fort. Der Kapitän hatte befürchtet, dass auch sein Schiff sinken könne.

Das Ausflugsschiff war vom einem Stromversorgungsunternehmen für Mitarbeiter und deren Familien gechartert worden, um das Feuerwerk vom Wasser aus sehen zu können. Ein Vertreter des Unternehmens Hongkong Electric bestätigte Informationen, wonach sein Unternehmen das Schiff für das Feuerwerk gemietet hatte. "Der 1. Oktober ist ein sehr fröhlicher Feiertag, doch nun wurde er zur Tragödie", sagte er.

ulz/AFP/dapd/dpa/Reuters