Hongkong: Spucken verboten - DER SPIEGEL
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Hongkong Spucken verboten

Hongkong wird zur Knigge-Stadt: Ein neuer Straf-Katalog macht leidenschaftlichen Spuckern und nachlässigen Rauchern das Leben schwer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hongkong - Unsere Stadt soll schöner werden. Das werden sich die Stadtherren gedacht haben, als sie den neuen Straf-Katalog einführten und 10.000 Beamte verschiedener Behörden wieder auf die Schulbank schickten. Sie sollen die Einhaltung der neuen Regeln überwachen und Knigge-Sünder mit empfindlichen Geldstrafen belegen.

Verboten ist zum Beispiel, Abfälle oder Zigarettenstummel auf die Straße zu werfen, nicht genehmigte Plakate aufzuhängen oder zu spucken. Tabu ist auch, seinen Vierbeiner auf die Straße machen zu lassen.

Die neuen Benimmregeln sind offenbar ein lohnendes Geschäft, denn gleich am ersten Tag schrieben die Beamten 45 Strafzettel, allein 27 für weggeworfene Zigarettenstummel. Doch nicht jeder erwischte Bürger zeigte sich einsichtig: Ein etwa 50-jähriger "Spucker" weigerte sich, die 600 Hongkong Dollar (81 Euro) zu bezahlen. Statt zu diskutieren, schlug er dem Kontrolleur kurzerhand ins Gesicht, ließ sein Fahrrad fallen und floh zu Fuß.