Hundeleben Katzenkiller per DNA-Analyse überführt
Leesburg - Wochenlang war Marylin Christian der "Washington Post" zufolge nach dem Tod ihrer geliebten Katze auf der Suche nach dem Schuldigen gewesen. Ein Tierarzt, der das tote Tier untersuchte, sagte, ein Hund müsse die Samtpfote umgebracht haben. Christian befragte sämtliche Nachbarn nach Hunden in der Gegend - und schließlich wurde die Katzenfreundin fündig. Das Fell von Lucky, einem hellbraunen Schäferhundmischling aus der Nachbarschaft, passte zu den Spuren am Tatort.
Ein 500 Dollar teurer Auftrag brachte Gewissheit: Fachleute untersuchten in einem Labor Speichel- und Haarproben des inkriminierten Hundes. Der Test ergab tatsächlich eine Verbindung zum Tod der Katze Cody. Genützt hat der DNA-Nachweis Christian allerdings nichts: Ohne Zeugen für den Mord könne es auch keine Strafe für den Hund geben, befanden die Behörden von Leesburg im US-Staat Virginia. Christian hatte gefordert, Lucky müsse offiziell für gefährlich erklärt werden - was eine Maulkorbpflicht und hohe Versicherungszahlungen für ihre Nachbarn bedeutet hätte.
Luckys Besitzer, ein Ehepaar, sind zwar betrübt über den Tod der Katze, sind aber nicht der Meinung, etwas Unrechtes getan zu haben. Es liege eben in der Natur der Hunde, kleinere Tiere - auch Katzen - zu jagen. In einem Brief an die Christians schrieben sie, dass ihnen die ganze Sache Leid tue, und sprachen der Familie ihr Mitgefühl aus. Lucky indes lebt jetzt im Hinterhof seiner Besitzer - ohne Maulkorb.