Hundsgemein Dobermann zerfetzt Elvis' Lieblingsteddy
London - Mehr als hundert Teddys fielen den Zähnen des Hundes zum Opfer - am schlimmsten traf es Mabel. Der Teddybär aus dem Besitz von Elvis Presley verlor seinen Kopf und trug starke Bisswunden in Brust, Schulter und Nacken davon, wie der "Daily Mirror" berichtete. Mabel war den Angaben zufolge das Schmuckstück der Ausstellung und nur für diese vom eigentlichen Eigentümer an die Organisatoren ausgeliehen worden.
Der Besitzer, Sir Benjamin Slade, ist nach Angaben der Zeitung "absolut wütend" auf den rasenden Barney. Der 59-jährige exzentrische Aristokrat hatte den 1909 gefertigten Teddy auf einer Auktion in Memphis ersteigert. Für den Steiff-Bären zahlte er stolze 60.000 Euro.
Dobermann Barney habe eigentlich auf die umgerechnet 750.000 Euro teure Sammlung aufpassen sollen, schreibt das Blatt. Aus Sicherheitsgründen hatte die Versicherungsgesellschaft darauf bestanden, dass Wachleute mit Hunden dafür sorgen sollten, dass nichts gestohlen wird. Als er aber von der Leine gelassen wurde, stürzte er sich auf die Bären und veranstaltete ein regelrechtes Massaker. Es habe 20 Minuten gedauert, das rasende Tier aus den Räumlichkeiten zu schaffen, sagte der Manager der Ausstellung.
Der Halter des Jagdhundes ist erschüttert über den Vorfall. Barney sei seit sechs Jahren ein vorbildlicher Wachhund, erklärte Greg West. Möglicherweise habe er sich an Mabel rächen wollen: "Ich hatte zuvor Mabel gestreichelt und gesagt, was für ein schöner Bär es sei. Vielleicht war Barney deshalb eifersüchtig."
Einen Wachjob in der Bärenausstellung wird Barney mit Sicherheit nicht mehr bekommen, sagte der Manager. "Wir haben der Sicherheitsfirma gesagt, dass wir nicht wollen, dass Barney etwas Schlimmes zustößt", berichtet er. "Aber wir wollen ihn auf keinen Fall zurück."
ffr/AFP/reuters