Hurrikan trifft Bermudas: Tote, Verletzte, Sachschaden - DER SPIEGEL
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Hurrikan trifft Bermudas Tote, Verletzte, Sachschaden

Mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern hat Hurrikan "Fabian" das Tourismus- und Steuerparadies, die Bermuda-Inseln, getroffen. Erste Bilanz des schlimmsten Sturms seit 40 Jahren: Mindestens vier Tote, Autos wurden von der Straße gespült, Bäume wirbelten wie Mikadostäbchen durch die Luft.
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Hamilton - Zwei Polizisten und zwei Zivilisten sind bei dem Sturm vermutlich ums Leben gekommen. Ihre Fahrzeuge wurden durch die starken Winde einfach ins Meer gerissen. Die Suche nach den Vermissten musste bei Anbruch der Dunkelheit eingestellt werden, teilten die Behörden mit. Mehr als 25.000 Haushalte waren ohne Strom. Die Krankenhäuser berichteten von zahlreichen Verletzten, die von Dachschindeln und Ästen getroffen wurden. Mehrere Golfplätze der Ferieninseln in der Karibikregion wurden vollständig ruiniert. "Es ist der schwerste Sturm seit vielen Jahren", sagte ein Regierungssprecher. "Flut und Trümmer machen Rettungsarbeiten und die Suche nach den Vermissten fast unmöglich."

Die meisten Bewohner der britischen Kolonie hatten sich in ihren Häusern verschanzt oder in sturmsicheren Hotels Schutz gesucht, bis der Sturm bei Einbruch der Nacht allmählich nachließ.

Berits im Vorfeld waren die Flughäfen geschlossen worden, alle Flüge auf die Bermudas wurden gestrichen. Schiffe, die die Region passierten, machten einen möglichst großen Bogen. Kreuzfahrtschiffe, die in den Häfen des Tourismus- und Steuerparadieses angelegt hatten, verließen die Inseln. "Hier kommt jetzt keiner mehr raus. Dies ist ein zerstörerischer Hurrikan", sagte ein Regierungsbeamter dem Fernsehsender "Weather Chanel". Bereits am Donnerstag hatten sich die rund 60.000 Einwohner vorsorglich mit Lebensmitteln eingedeckt und Fenster und Türen ihrer Wohnhäuser mit Holz- und Metallplatten gesichert. Die Häuser galten in ihrer Mehrzahl als sturmsicher.

Vor zehn Jahren wurden die Bermuda-Inseln durch Hurrikan "Emiliy" getroffen. Der Sturm der Kategorie eins verursachte Sachschäden in Höhe von rund 50 Millionen Dollar. Einen Wirbelsturm der Kategorie drei, wie jetzt "Fabian", hatte es seit mehreren Jahrzehnten nicht in der Region gegeben.

Nach unterschiedlichen Angaben starben 1963 zwischen 6000 und 10.000 Menschen auf Haiti, Kuba und Tobago durch den Hurrikan, der beinahe eine Woche in der Region wütete. Mindestens 100.000 Menschen wurden obdachlos. Auch die Bermudas wurden damals von der zerstörerischen Gewalt getroffen.