ICE-Unfall in Brandenburg Zweiter Jugendlicher erliegt seinen Verletzungen
Bahnmitarbeiter und Polizei am Unglücksort: Opfer hatten Sprayer-Utensilien dabei
Foto: Nestor Bachmann/ dpaRathenow - Der tragische Bahnunfall mit einem ICE im brandenburgischen Rathenow hat ein zweites Todesopfer gefordert. Ein 15-Jähriger Junge starb am Samstag in einem Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher am Sonntag in Potsdam mitteilte. Sein gleichaltriger Freund war bei dem Unfall am Freitagmorgen sofort gestorben.
Ein ICE auf dem Weg von Berlin nach Interlaken in der Schweiz hatte die beiden Jungen an der Havelbrücke erfasst. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Jungen Graffiti sprühen wollten. Denn sie fand bei beiden Opfern Sprayerutensilien.
Der Zugführer hatte noch bemerkt, dass sich Personen auf den Gleisen befanden und gab ein Notsignal ab. Kurz darauf erfasste der ICE jedoch die beiden Jugendlichen. Laut Polizei war zum Zeitpunkt des Unfalls noch ein Zwölfjähriger in unmittelbarer Nähe. Das Kind erlitt einen Schock.
Die 330 Fahrgäste in dem Zug blieben unverletzt. Sie wurden in Bussen weitergefahren. Durch den Unfall war es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr gekommen.