Idaho: Schulball-Einladung an Kletterfelsen gesprüht - DER SPIEGEL
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Felsen in Idaho: Destiny, du bist mein Schicksal

Foto: AP/Ada County Sheriffs Office

Schulball-Einladung am Kletterfelsen Die Schicksalsfrage

In Idaho möchte jemand gerne mit einer gewissen Destiny zum Schulball gehen - und sprühte die entscheidende Frage in mannshohen Lettern auf einen Felsen. Sollte die Polizei den Schmierfinken fassen, wäre das Schicksal.
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Der Schulball steht an, man hat noch kein Date, aber ein Mädchen im Kopf, mit dem man gerne gehen würde. Vielleicht ist man zu schüchtern, die Auserwählte direkt zu fragen. Vielleicht denkt man, eine große, öffentliche Geste erhöht die Chancen auf eine Zusage. Was also tun?

Irgendjemand im US-Bundesstaat Idaho hat auf diese Frage eine Antwort gefunden, derentwegen die Polizei sich gezwungen sah, mehr als ein Dutzend Mädchen mit dem Namen "Destiny" - wörtlich übersetzt "Schicksal" - zu befragen.

Im Mai sahen Kletterer, dass jemand "Destiny, Prom?" in einem rund zweieinhalb Meter blau-pinkfarbenem Schriftzug auf die Black Cliffs gesprüht hatte, einen beliebten Kletterfelsen östlich der Stadt Boise. Der Prom ist traditionell der wichtigste Schulball in den USA. (Lesen Sie mehr dazu hier im Austausch-Log.)

"Uns ist klar, dass Prom-Einladungen heutzutage ein großes Ding sind, aber dies war einfach eine richtig schlechte - und illegale - Idee", sagte ein Sprecher des örtlichen Sheriffbüros bereits zu Beginn der Ermittlungen. "Wer auch immer das getan hat, hat ästhetisch und kulturell viel Schaden angerichtet." Der Felsen sei auch für Ureinwohner ein bedeutsamer Ort. Auch lokale Kletterfreunde sind alles andere als begeistert.

Die Polizei ermittelt wegen einer Ordnungswidrigkeit in Form von Graffiti, die mit bis zu sechs Monaten Gefängnis und 1000 Dollar Geldstrafe geahndet werden kann. Weil die Befragung zahlreicher Destinys keinen Erfolg gebracht habe, hoffe jetzt nach dem Beginn des neuen Schuljahrs auf weitere Spuren. Ansonsten bleibe noch eine andere Hoffnung: Dass der Verantwortliche sich einfach stellen werde.

Wenn der Fall bislang auch ungelöst ist, haben die Behörden zumindest eines geschafft: Die Frage an Destiny wurde überpinselt.

ulz/AP

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