Ikonen: Bemuttert via Glotze - DER SPIEGEL
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TV-Mütter: Ma, Mamma, Miss Ellie

Foto: ddp images

Ikonen Bemuttert via Glotze

Der TV-Konsument wird von Mama-Gestalten im Fernsehen mindestens ebenso sehr geprägt wie von der eigenen Mutter. Von "aufopfernd und selbstlos" bis "nörgelnd und fordernd" ist in der Glotze jeder Typ vertreten. Welchen mögen Sie am liebsten?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Der Urtyp der deutschen Fernseh-Mama ist natürlich Inge Meysel. Als "Käthe Scholz" bestimmte sie in der legendären Serie "Die Unverbesserlichen", für die Robert Stromberger die Drehbücher schrieb, in den sechziger und frühen siebziger Jahren die Geschicke ihrer Sippe - allerdings nicht unbedingt zu deren Vorteil.

Mutter Käthe wurde in den Achtzigern durch eine neue Mami-Generation abgelöst: Thekla Carola Wied lächelte sich mit fast nervtötender Heiterkeit in "Ich heirate eine Familie" unverdrossen durch häusliche Mikro-Krisen.

Mit einem ganz anderen Kaliber an Konflikten hatte es "Miss Ellie" im Serienklassiker "Dallas" auf der Southfork-Ranch zu tun. Die grundgute sanfte Ellie nötigte jedem Respekt ab. Selbst der Antichrist im Stetson, J.R. Ewing, ließ nichts auf seine Mama kommen.

Die jüngere Generation fühlt sich dagegen eher Ober-Glucke Marge Simpson verbunden. Die hat sich allerdings erst kürzlich für den "Playboy" ausgezogen - da dürften bei der Fangemeinde ödipale Konflikte en masse vorprogrammiert sein.

Übrigens: Am 9. Mai ist Muttertag.

pad