Im Hinterhof der Globalisierung - DER SPIEGEL
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FOTOGRAFIE Im Hinterhof der Globalisierung

• aus DER SPIEGEL 45/2003
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wie sieht das Gesicht einer Welt aus, die wächst und wächst und aus den Fugen zu geraten droht? Wie lässt sich der viel strapazierte, schwer vorstellbare Begriff Globalisierung abbilden? Fotograf Daniel Schwartz wollte den neuen Wirklichkeiten ein Gesicht geben und Geschichten erzählen von Gewinnern und Verlierern in einer Welt, die dabei ist, ihr Gesicht grundlegend zu verändern. Also schickte Schwartz zehn Kollegen um den Globus, damit sie Ortsbesichtigungen machten in der Ersten und der Vierten Welt. Sie fotografierten die Fabrikstädte vor Jakarta, wo Hilfsarbeiterinnen Markenturnschuhe für westliche Märkte zusammenkleben, damit sie die gestiegenen Preise für Reis und Öl bezahlen können. Sie fotografierten einstige Kindersoldaten in Monrovia, die jetzt Fußball spielen, damit sich ihre Seele erhole. Sie fotografierten in den Satellitenstädten von Paris, wo Migranten auf der Suche nach einem besseren Leben stranden. Mit ihren Bildern und Essays werfen die Weltreporter Blicke in die Randzonen, die vergessenen Hinterhöfe der Globalisierung. Sie schafften ein Bild der neuen Wirklichkeit, das faszinierend ist, vor allem aber deprimierend.

Daniel Schwartz (Hg.): »Geschichten von der Globalisierung«.Steidl Verlag, Göttingen; 256 Seiten; 25 Euro.

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