Indien Bauern vergiften Elefanten
Gauhati - Er selbst habe drei Elefantenkadaver gesehen, sagte ein Wildhüter aus dem Bezirk Sonitpur im Unionsstaat Assam. Es gebe unbestätigte Berichte, wonach in den vergangenen Tagen vier weitere Elefanten getötet worden seien.
Dem Wildhüter zufolge legen Bewohner des Dorfes Haleshwar mit Gift versetzte Nahrung in den umliegenden Wäldern aus. Auch die Wasserquellen der Elefanten werden vergiftet, berichten Wildhüter, die die Vorfälle untersuchen. Am Montagabend seien sie von den Bewohnern mit Gewehren und Pfeilen beschossen worden.
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Wegen des voranschreitenden Siedlungsbaus wird der Lebensraum der Elefanten in Indien immer weiter eingeschränkt. Hungrige Elefanten machen sich deshalb auf der Suche nach Nahrung über Felder her. Die Dorfbewohner gehen schon seit Jahren gegen die Tiere vor, nachdem frühere Versuche der Behörden gescheitert waren, bösartig gewordene Elefanten zu töten.
Im Staat Assam leben etwa 5500 wilde Elefanten, in ganz Indien schätzungsweise 10.000. Im vergangenen Jahr wurden in Assam mindestens hundert Menschen von Elefanten zu Tode getrampelt.