Indien: Ein Hund in Mumbai hat einen Leoparden verjagt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Raubtier-Schreck Mischlingshund "Rocky" vertreibt Leoparden

Eigentlich fressen Großkatzen im indischen Mumbai liebend gerne streunende Hunde - doch "Rocky" ließ sich nicht verspeisen. Der Mischling vertrieb einen Leoparden mit lautem Gebell und bekam zur Belohnung einen neuen Namen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mumbai - Hunde und Katzen können einfach nicht miteinander: Ein Mischling hat in der indischen Großstadt Mumbai einen ausgewachsenen Leoparden vertrieben. Dabei ist die Rollenverteilung normalerweise genau andersherum.

Hunde gehören eigentlich zu den Beutetieren von Großkatzen, wenn diese sich in Städte wagen. Doch wie die Zeitung "Mid-Day" schrieb, soll sich "Rocky" mit lautem Gebell gegen seinen Tod gewehrt haben. Eine Überwachungskamera fing ein, wie der Jäger zum Gejagten wurde und zwischen die Autos floh (Hier geht es zum Video ).

Rajan Mayekar, ein Bewohner des Gebäudes "Hill View" am Rand des Sanjay Gandhi National Park, kennt den bis zum Knie reichenden "Rocky", seit dieser ein Welpe war. "Wir haben beschlossen, 'Rocky' von heute an 'Tiger' zu nennen, denn nur ein Tiger kann einen Leoparden davonjagen", sagte Mayekar.

In den vergangenen Wochen haben mehrere große Wildkatzen in Indien für Aufregung gesorgt. Ein Leopard lähmte tagelang das Leben in der Millionenstadt Meerut, ein Tiger versetzte Dörfer in Nordindien in Schockstarre. Mehrfach wurden Menschen von den Großkatzen getötet oder verletzt.

Wildtierexperte Vidya Athreya verriet "Mid-Day", wie die Bewohner die Angriffe der Großkatzen verhindern können: Vor allem in der Nähe von Schutzgebieten sollten die Straßenhunde nachts weggeschlossen werden. Wenn die Beute fehle, kämen auch die Raubtiere nicht mehr.

bka/dpa