Indien: Personalausweis für Kühe - DER SPIEGEL
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Indien Personalausweis für Kühe

Kühe sollen sich in Teilen Indiens künftig ausweisen können. Eine Kuh ohne Personalausweis wird sich verdächtig machen, Schmuggelware zu sein. Durch den Kuhausweis wollen die Behörden illegalen Kuhhändlern das Handwerk legen.
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Neu Delhi - Kühe gelten Hindus als heilig. Deshalb sind sie besonders schützenswert. Der geplante Personalausweis soll die Tiere vor dem Schmuggel in die Schlachthäuser von Bangladesch bewahren. Alle Kühe in den Grenzdistrikten werden nach Plänen der Behörden künftig eingeschweißte Karten um die Ohren tragen. Ursache ist die Sorge um die Sicherheit an der Grenze im Osten Indiens: Die Kuhschmuggler lösen immer wieder Schießereien der Grenzsoldaten aus. Das berichtet die Zeitung "Times of India".

Das Schlachten der als heilig verehrten Kühe ist in fast allen indischen Bundesstaaten verboten. Viele alte Kühe, die keine Milch mehr geben, irren herrenlos durch Dörfer und Städte. Selbst dort, wo das Schlachten erlaubt ist, erzielt Rindfleisch nur niedrigste Preise. Im islamischen Bangladesch ist das anders, und daran verdienen die Schmuggler. Künftig wollen die Behörden jede Kuh, die nicht in die Grenzregion gehört, am fehlenden Ausweis erkennen und beschlagnahmen.