Indien: Rebellen entführen deutschen Entwicklungshelfer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Indien Rebellen entführen deutschen Entwicklungshelfer

Guerillas haben in Indien einen Deutschen gekidnappt und verlangen nun Lösegeld. Der Entführte ist Mitarbeiter einer Hilfsorganisation.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Guwahati - Rebellen der Kuki-Befreiungsarmee, einer regionalen Separatistenbewegung, haben den deutschen Entwicklungshelfer Heinrich Wolfgang am 21. März entführt, sagte ein hochrangiger Polizeibeamter. Sie hätten ein Lösegeld von zehn Millionen Rupien (knapp 200.000 Euro) verlangt. Nie zuvor hätten die Rebellen in Manipur eine westliche Geisel genommen, sagte der Polizist. Manipur ist ein Landesteil im Nordosten Indiens.

Heinrich Wolfgang kam den Angaben zufolge am 21. März in Imphal an, etwa 1000 Kilometer östlich von Kalkutta. Dort habe er die Arbeit deutscher Hilfsorganisationen überprüfen wollen. Um welche Organisationen es sich handelt, ist zurzeit unklar. Nach einem Bericht der Polizei sollen schwer bewaffnete Guerillas das Fahrzeug des Deutschen angehalten und ihn in die bewaldeten Gebirgsregionen verschleppt haben. Die Kuki-Rebellen kämpfen für mehr politische Autonomie in Manipur. Die Region wird seit 30 Jahren von gewalttätigen Auseinandersetzungen erschüttert.