Indien Rebellen schießen Raffinerie in Brand
Gauhati - Über die Anzahl der Verletzten konnten die Behörden zunächst noch keine Angaben machen. Aber rund Hundert Arbeiter hätten sich in Sicherheit bringen können, heißt es. Die Raffinerie Digboi wurde 1901 von den britischen Kolonialherren im Staat Assam eingerichtet. Sie gilt als eines der Vorzeigestücke des industriellen Erbes Indiens.
Das Feuer sei in einem Anlagenbereich mit 15 Tanks für Benzin und Steinöl ausgebrochen, sagte ein Sprecher der staatlichen indischen Ölgesellschaft, die die Raffinerie betreibt. Jeder Tank fasst etwa 5000 Liter. Die Feuerwehr versuchte, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Wohngebiete zu verhindern.
Beschäftigte der Raffinerie erklärten, sie hätten um kurz vor Mitternacht zwei Mal einen lauten Knall gehört. Anschließend sei Öl ausgetreten und habe sich entzündet. Der Verwaltungschef des Bezirks Tinsukia erklärte, es handele sich um Sabotage. Es sei aber noch zu früh um zu sagen, welche Rebellengruppe für den Beschuss verantwortlich sei.
In der Region sind mehrere Gruppen von Separatisten aktiv. Einrichtungen der staatlichen Ölgesellschaft wurden in der Vergangenheit von Rebellen der Vereinigten Befreiungsfront von Asom (ULFA) ins Visier genommen.