Indien: Streit um Opfertiere löst Massenpanik aus - DER SPIEGEL
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Indien Streit um Opfertiere löst Massenpanik aus

Vor einem Hindu-Tempel im Norden Indiens starben zehn Menschen bei einer Massenpanik. Dem tödlichen Gedränge soll ein Streit um eine Ziegenschlachtung vorausgegangen sein.
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Patna - Auf dem Gelände des Tempels im Dorf Tildiha im Unionsstaat Bihar befanden sich mehr als 40.000 Menschen, die am letzten Tag des Hindu-Fests Navratri für die Gottheit Durga beten wollten.

Die teilweise berauschten Gläubigen hätten sich vor dem Schlachter angestellt, als es zu einem Handgemenge gekommen sei. Einige Menschen seien daraufhin niedergetrampelt worden, sagte Bezirkssprecher Gupdeshwar Kumar. "Die Leute wetteiferten darum, zuerst ihre Ziegen geschlachtet zu bekommen, dann kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung mit dem Schlachter."

Die Distriktverwaltung teilte zudem mit, ein Gerücht habe unter den Gläubigen die Runde gemacht, wonach ein Teil des Tempels zusammengebrochen sei.

Bei der Panik seien dann vier Frauen und sechs Männer getötet worden, erklärte die Polizei. Elf Verletzte, von denen drei in Lebensgefahr schwebten, würden in nahe gelegenen Krankenhäusern behandelt.

Am Samstag seien bereits 30.000 Ziegen in dem Tempel geopfert worden, sagte Kumar. Das Dorf Tildiha liegt etwa 200 Kilometer südöstlich von Patna, der Hauptstadt des Unionsstaates.

Bei religiösen Massenveranstaltungen in Indien kommt es immer wieder zu Unfällen und Panik-Ausbrüchen. Beim Navrati-Fest 2008 waren im nordwestindischen Bundesstaat Rajasthan mehr als 220 Gläubige bei einer Massenpanik getötet worden.

pad/AP/dpa