Indien: Vater sperrt Sohn monatelang in Käfig - DER SPIEGEL
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Indien Vater sperrt Sohn monatelang in Käfig

Ein Mann in Indien hat seinen psychisch gestörten erwachsenen Sohn neun Monate lang in einem Käfig eingesperrt. Mahlzeiten bekam er in Plastiktüten, waschen konnte er sich nicht. Dem verzweifelten Vater habe das Geld für eine medizinische Behandlung gefehlt, berichtet ein indischer Fernsehsender.
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Neu Delhi - Nach einem Bericht über den Fall im Fernsehen sei der Mann von den Behörden aus dem Eisenkäfig befreit und im nordostindischen Bundesstaat Jharkhand in eine psychiatrische Klinik gebracht worden, hieß es im indischen Fernsehen. Der Sohn habe vor zwei Jahren plötzlich begonnen, die Nachbarn der Familie anzugreifen. Als die Ersparnisse für die erfolglose Behandlung aufgebraucht gewesen seien, habe der verzweifelte Vater den Sohn in den nur zwei Quadratmeter großen Käfig gesperrt.

"Das war keine einfache Entscheidung", sagte der Vater dem Nachrichtensender NDTV. "Es hat mir sehr wehgetan, ihn in diesem Zustand zu halten." In ihrer Verzweiflung habe sich die Familie auch an die Behörden gewandt, die allerdings erst nach der landesweiten Berichterstattung reagiert hätten.

Den Berichten zufolge konnten sich der Sohn neun Monate lang nicht waschen. Mahlzeiten habe er in Plastiktüten bekommen, weil er zuvor mit Geschirr um sich geworfen habe. Nach seiner Ankunft in der Psychiatrie sagte der Sohn: "Ich bin auch ein Mensch, ein Mensch genau wie du."