Indische Behörden Baumängel verschärften Folgen des Bebens
Neu Delhi - Fast ganz Indien gilt als erdbebengefährdet, trotzdem sind Privatleute nicht verpflichtet, erdbebensicher zu bauen. "Es fehlen Gesetze, die private Bauherren zwingen, Vorsichtsmaßnahmen zu beachten", sagte G. D. Gupta von der Technologiebehörde der indischen Regierung. Weil sie den Hausbau verteuerten, würden Empfehlungen nicht beachtet.
In der traditionellen Bauweise bestehen beispielsweise Decken aus Balken, deren Zwischenräume mit Steinen ausgelegt sind. Derartige Konstruktionen begraben bei einem Erdbeben die Bewohner unter sich. Außerdem seien die Menschen nicht ausreichend informiert, dass sie sich bei einem Beben unter Tischen oder in Türrahmen in Sicherheit bringen müssten, kritisierte Gupta.
Die hohe Bevölkerungsdichte in Indien führe dazu, dass bei einer Katastrophe wie der jetzigen meist eine große Anzahl von Menschen betroffen sei. Indien hat eine Milliarde Einwohner und ist fast anderthalb mal so dicht besiedelt wie Deutschland.