Indischer Ozean: Schweres Seebeben vor den Nikobaren - DER SPIEGEL
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Indischer Ozean Schweres Seebeben vor den Nikobaren

Vor den indischen Nikobaren-Inseln hat sich ein Erdbeben der Stärke 7 ereignet. Behörden gaben Tsunami-Warnungen aus, Thailand rief zur Evakuierung mehrerer Küstenregionen auf. Inzwischen wurde Entwarnung gegeben.
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London - Das Epizentrum des Bebens lag unter der Inselkette der Nikobaren, die 550 Inseln umfasst. Menschen rannten aus ihren Häusern. Auch im südindischen Staat Madras und in der indonesischen Provinz Aceh war das Beben zu spüren. Es gab jedoch keine Berichte von Schäden oder Verletzten.

Der Verwaltungschef der indischen Inselkette, Ram Kapse, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Tsunami-Gefahr für die Inseln bereits gebannt sei. Wenn die Welle nicht innerhalb von einer Stunde heranrolle, sei nichts zu befürchten. "Wir haben Polizeiberichte von allen bewohnten Inseln", sagte Kapse. "Es hat keine Verletzten und keine Schäden gegeben."

Die US-Behörde Geological Survey sprach zunächst eine örtliche Tsunami-Warnung für die dem Epizentrum nahe gelegenen Gebiete aus. Inzwischen gab sie jedoch Entwarnung auf ihrer Website.

Die thailändische Regierung gab eine Tsunami-Warnung für die sechs Provinzen Phuket, Phang Nga, Krabi, Ranong, Satun und Trang heraus. "Ein Tsunami ist möglich. Seien Sie wachsam und beginnen Sie mit der Evakuierung", sagte Plodprasob Surasawadee, der Leiter des thailändischen Katastrophenwarnzentrums, in einem auf allen Fernsehkanälen ausgestrahlten Statement. Auch diese Warnung wurde später wieder zurückgenommen.

Auch in der indonesischen Provinz Aceh, die vom Tsunami am 26. Dezember 2004 am schlimmsten getroffen wurde, wurden Warnungen ausgesprochen.

Das Beben ereignete sich im Andamanischen Meer, einem Randmeer des Indischen Ozeans, dessen Küste von Birma, Thailand und Malaysia gebildet wird und im Westen von den Inseln Andamanen und Nikobaren begrenzt wird.

Bei dem Tsunami am 26. Dezember waren auf den Andamanen und Nikobaren vor Indiens Ostküste rund 3000 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt waren über 220.000 Menschen umgekommen oder als vermisst gemeldet. Das damalige Beben hatte eine Stärke von 9,15 auf der Richter-Skala.