Indonesien: Bahn setzt Betonkugeln gegen Schwarzfahrer ein - DER SPIEGEL
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Indonesische Züge: Betonkugeln gegen illegale Mitfahrer

Foto: Achmad Ibrahim/ AP

Indonesien Bahn setzt Betonkugeln gegen Schwarzfahrer ein

Tausende Menschen sitzen täglich auf Zugdächern in Indonesien - nun geht die Bahngesellschaft gegen die illegalen Mitfahrer vor. Betonkugeln sollen die Dächer frei halten und Unfälle verhindern. Kritiker sehen in der Maßnahme eine tödliche Gefahr.
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Jakarta - Die indonesische Eisenbahngesellschaft will illegale Mitfahrer künftig mit schwingenden Betonkugeln von den Zügen reißen. Zwei Kilogramm schwere Kugeln mit 15 Zentimetern Durchmesser werden dazu seit Dienstag an Querstreben über den Bahngleisen montiert, teilte die Gesellschaft PT Kereta Api mit.

In Indonesien ist das illegale Mitfahren auf Zugdächern weit verbreitet. Die Bahn hatte in der Vergangenheit beispielsweise Wachhunde dagegen eingesetzt. Bislang komme "täglich mindestens ein Mitfahrer" zu Tode, weil er von einem Zugdach falle oder einen Stromschlag erhalte, sagte der Bahnsprecher Mateta Rizalulhaq. Wenn die Betonkugeln aufgehängt seien, werde es den Fahrgästen nicht mehr möglich sein, auf den Dächern zu sitzen.

Menschenrechtsgruppen warnten, der Einsatz der Betonkugeln könne tödlich enden. In den Zügen gebe es nicht genügend Plätze, auch seien die Tickets nicht für alle erschwinglich, hieß es weiter.

ulz/AFP

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