Indonesien: Flugzeug mit 54 Menschen an Bord vermisst - DER SPIEGEL
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Indonesien Flugzeug mit 54 Menschen an Bord vermisst

In Indonesien ist eine Turboprop-Maschine vom Radar der Flugwacht verschwunden. Das Flugzeug war in der entlegenen Provinz Papua unterwegs. An Bord sind 54 Menschen.
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Die indonesische Flugwacht hat am Sonntagmorgen den Kontakt zu einem Passagierflugzeug verloren. Die Turboprop-Maschine der lokalen Fluggesellschaft Trigana Air war in der abgelegenen Provinz Papua im Osten des riesigen Inselstaats unterwegs.

Das Flugzeug war in der Provinzhauptstadt Jayapura an der Küste gestartet und sollte ins Landesinnere nach Oksibil fliegen, etwa 50 Flugminuten entfernt.

Seit 7.05 Uhr ist das Flugzeug vom Typ ATR42 vom Radar verschwunden. Das bestätigte der Such- und Rettungsdienst auf Twitter. An Bord der Propellermaschine seien 54 Menschen gewesen, darunter fünf Kinder und fünf Besatzungsmitglieder.

Die Suche nach dem Flugzeug wurde bei Dunkelheit eingestellt und soll Montagmorgen wieder aufgenommen werden.

Spekulationen über eine Unglücksursache gab es zunächst nicht. Allerdings könnte schlechtes Wetter eine Rolle gespielt haben. "Schwieriges Terrain und schlechtes Wetter machen die Suche schwierig", sagte der Sprecher des Transportministeriums, Julius Barata. Der Großteil der riesigen Provinz besteht aus dichtem Dschungel. Es gibt nur wenige Straßen. In Ostwestrichtung erstreckt sich eine Bergkette durch die Provinz, mit dem höchsten Gipfel, dem Puncak Jaya, auf gut 4880 Metern.

Papua gilt als Unruheprovinz, weil dort seit mehr als 40 Jahren Unabhängigkeitskämpfer aktiv sind. Indonesien hatte das von den Niederlanden verwaltete Gebiet nach einem umstrittenen Referendum 1969 eingemeindet. Ausländer dürfen nur mit Sondergenehmigung in die Region reisen.

Die ATR42 wird im Regionalverkehr eingesetzt. Sie ist etwa 23 Meter lang und hat eine maximale Reichweite von rund 1500 Kilometern.

Im Dezember war ein Flugzeug der malaysischen AirAsia auf dem Weg vom indonesischen Surabaya nach Singapur abgestürzt. Alle 162 Insassen kamen ums Leben. Nach dem Unglück erließ die indonesische Regierung neue Vorschriften, um die Sicherheit im Flugverkehr zu verbessern.

heb/dpa/AFP