Indonesien Mehr als 30 Verletzte bei Erdbeben
Jakarta - Durch ein heftiges Erdbeben sind auf der indonesischen Insel Sulawesi mindestens 37 Menschen verletzt worden, neun von ihnen schwer. Die US-Erdbebenwarte USGS korrigierte die Stärke der Erdstöße zunächst mehrfach, zuletzt auf 7,2. Nach indonesischen Angaben erreichte das Beben eine Stärke von 7,4 auf der Richterskala.
Eine weinende Frau flieht: Kurzzeitig herrschte Tsunamialarm
Foto: REUTERSDie Behörden lösten zunächst Tsunamialarm aus. In der Stadt Melonguane flüchteten die Einwohner in Panik sofort in höher gelegene Regionen, berichtete das Nachrichtenportal Detik.com. Doch blieben die gefährlichen Wellen an den Stränden aus. Das Epizentrum lag in 35 Kilometern Tiefe unter dem Meeresboden.
Das Beben verursachte die größten Schäden auf der nahe gelegenen Inselkette Talaud. Dort wurden 31 Häuser beschädigt, sowie ein Krankenhaus und drei kleinere Gesundheitsstationen, sagte der Sprecher des Krisenstabs, Rustam Pakaya. Insgesamt registrierte die Erdbebenwarte mehr als 60 Nachbeben mit Stärken von bis zu 5,7.
Den US-Angaben zufolge ereignete sich das Beben um 1.34 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag demnach rund 320 Kilometer nordöstlich der indonesischen Stadt Manado. Der USGS zufolge wurde die Region zudem durch heftige Nachbeben erschüttert.
2004 hatte ein Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra einen Tsunami ausgelöst, bei dem 168.000 Menschen in der Region getötet wurden. Indonesien liegt auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, wo das Aufeinandertreffen von Kontinentalplatten des öfteren Erdbeben auslöst.