Indonesien Mehrere Tote bei Erdbeben auf Sumatra
Jakarta/Singapur - Bei den Toten handele es sich um ein Kind, einen Teenager und zwei ältere Männer, die bei dem Einsturz ihres Hauses ums Leben kamen, sagte ein Behördensprecher. Dorfbewohner berichten in lokalen Rundfunksendern von Hunderten Verletzten.
Allein in der Stadt Muarasipongi im Westen Sumatras wurden Hunderte Häuser zerstört. Rund tausend Menschen verließen aus Angst vor weiteren Nachbeben ihre Häuser und suchten Zuflucht in Zeltlagern, die auf offenen Feldern errichtet wurden.
Erdrutsche blockieren die Zufahrtsstraßen, so dass die Helfer nur langsam zu den Unglücksorten gelangen können.
Nach Angaben von Seismologen lag das Epizentrum des ersten Bebens der Stärke 5,7 auf der Richter-Skala 150 Kilometer südöstlich der Stadt Sibolga. Eine halbe Stunde später ereignete sich ein weiteres Beben der Stärke 5,8 weiter nördlich. Dessen Epizentrum lag nahe Banda Aceh. Auch in Singapur bebte nach Angaben der örtlichen Behörden die Erde. Meteorologen zufolge erreichte das Beben dort die Stärke 6,1.
Die Gefahr eines Tsunami habe nicht bestanden, sagte ein Behördensprecher. Indonesien liegt in einer Region, in der es häufig zu Erdbeben kommt. Vor zwei Jahren hatte ein Seebeben der Stärke 9,0 im asiatischen Pazifik verheerende Flutwellen ausgelöst, von denen Indonesien am schwersten betroffen war. Rund 230.000 Menschen kamen ums Leben, davon allein 168.000 in Indonesien.
han/AFP/Reuters/AP