Indonesien Merapi spuckt wieder Gas und Steine
Jakarta - "Der Vulkan hat wieder mehr Rauch und Asche ausgespuckt", sagte ein Mitarbeiter des staatlichen Vulkanforschung-Zentrums. Auch Gestein soll der Vulkan ausstoßen. Noch am Vortag hatten die Behörden die Alarmstufe aufgehoben, allerdings gewarnt, die Bevölkerung müsse weiter auf einen Ausbruch gefasst sein.
Merapi spuckte wochenlang Rauch- und Aschewolken und stand Experten zufolge bereits kurz vor einem Ausbruch. Rund 18.000 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.
Mehr als tausend Menschen begaben sich allein heute auf die Flucht. Die meisten der Betroffenen stammten aus drei Dörfern am Südhang des Berges und waren erst gestern nach mehreren Wochen aus Notunterkünften in ihre Häuser zurückgekehrt. Ein Vulkanologe erklärte, eine Gaswolke habe heute fast eines der Dörfer erreicht. Nach dem Erdbeben auf Java, bei dem Ende Mai mehr als 5700 Menschen ums Leben gekommen waren, verstärkte sich die Aktivität des Vulkans noch.
Der Merapi liegt nahe der Stadt Yogyakarta und gilt als einer der gefährlichsten Vulkane des so genannten pazifischen Feuerrings. Als der Merapi 1930 ausbrach, starben 1300 Menschen. Im Jahr 1994 kamen mehr als 60 Menschen ums Leben.
dab/reuters/AP