Indonesien: Starkes Erdbeben vor Sumatra - DER SPIEGEL
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Indonesien Starkes Erdbeben vor Sumatra

Ein starkes Erdbeben hat mehrere indonesische Inseln vor Sumatra erschüttert. Wegen einer Stärke von 6,5 auf der Richter-Skala gaben die Behörden Tsunami-Alarm, über Opfer war zunächst nichts bekannt.
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Das Epizentrum des Bebens mit einer Stärke von 6,5 auf der Richter-Skala lag nach Angaben einer Hongkonger Erdbebenwarte zwischen zwei Inseln vor der Küste der Provinz Aceh auf Sumatra, 210 Kilometer westlich der Stadt Medan. Das Erdbebeninstitut von Jakarta gab die Stärke des Bebens mit 6,2 an. Über Opfer oder Schäden war zunächst nichts bekannt.

Der starke Erdstoß habe sich gegen 21.00 Ortszeit ereignet, teilte das Geologische Institut der USA auf seiner Internet-Seite mit. Das Tsunami-Warn-Zentrum in Hawaii teilte mit, ihm lägen keine Informationen zu dem Beben vor, da es die Regionen außerhalb des Pazifik-Gebiets nicht überwache. Allerdings könne ein Beben einer solchen Stärke durchaus Tsunamis auslösen.

Die Ausläufer des Bebens waren noch mehr als 200 Kilometer vom Epizentrum entfernt in der Stadt Medan zu spüren. Auf der vor Sumatra gelegenen Insel Nias rannten die Bewohner in Panik aus ihren Häusern und flüchteten sich aus Angst vor einer Flutwelle auf die nächstgelegenen Hügel. Viele weigerten sich bis zum späten Abend, in ihre Häuser zurückzukehren. Ende März waren bei einem schweren Seebeben mehr als 900 Einwohner der Insel umgekommen.

Indonesien wird häufig von Erdbeben heimgesucht. Die auf Sumatra gelegene indonesische Provinz Aceh war am 26. Dezember 2004 von dem Tsunami verwüstet worden, den ein Beben der Stärke 9,0 im Indischen Ozean ausgelöst hatte. Der Tsunami tötete mehr als 200.000 Menschen, die meisten von ihnen auf Sumatra. Ebenfalls stark betroffen waren Indien, Sri Lanka und Thailand.