Indonesien Todesstrafe für Chefplaner der Bali-Attentate
Denpasar - Bei dem Attentat auf zwei gut besuchte Nachtclubs starben im Oktober 2002 mehr als 200 Menschen, die meisten davon westliche Urlauber. Imam Samudra, 33, wurde vorgeworfen, den Sprengstoff für die Bomben besorgt und Treffen der Attentäter organisiert zu haben. Ein Raubüberfall, mit dem der Anschlag finanziert werden sollte, geht nach Ansicht der Anklage ebenfalls auf sein Konto.
Samudra hatte vor der Urteilsverlesung öffentlich verkündet, er würde die Todesstrafe durch Erschießen begrüßen. Dann könne er als Märtyrer sterben. Anfang August hatte ein Gericht auf Bali im ersten Urteil gegen einen der Haupttäter bereits die Todesstrafe durch Erschießen verhängt. Die indonesische Polizei hatte im Zusammenhang mit der Bluttat insgesamt etwa 30 Verdächtige festgenommen.