Indonesien: Viele Tote nach Erdrutsch auf Java befürchtet - DER SPIEGEL
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Indonesien Viele Tote nach Erdrutsch auf Java befürchtet

Die Schlammmassen begruben ein ganzes Dorf unter sich: Nach einem Erdrutsch auf der indonesischen Insel Java werden mindestens 200 Menschen vermisst.
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Jakarta - Helfer haben nach Angaben der Behörden bislang 16 Tote geborgen. Es sei jedoch zu befürchten, dass viele der Vermissten ums Leben gekommen seien. Heftige Regenfälle hätten den Erdrutsch im Dorf Sijeruk in der Provinz Zentral-Java ausgelöst.

Den Behörden zufolge ereignete sich das Unglück am Morgen, während viele Menschen die Moschee zum Beten besuchten. "Nach unseren Informationen wurde die Moschee unter den Erdmassen begraben, deswegen müssen wir mit noch mehr Opfer rechnen", sagte ein Polizist in der nahe gelegenen Stadt Banjarnegara. Von rund 500 der mehr als 700 Bewohner des Dorfes stehe fest, dass sie das Unglück überlebt hätten. 102 Häuser seien verschüttet worden. Ein zweiter Erdrutsch habe die Menschen danach in Panik versetzt. Dieser sei aber nicht so verheerend gewesen.

Erst zu Beginn der Woche waren in der Nachbarprovinz Ost-Java ebenfalls bei Erdrutschen und Überschwemmungen mindestens 77 Menschen gestorben, wobei auch dort die Zahl der Opfer noch steigen kann. Rettungskräfte bemühen sich weiterhin, in alle dort betroffenen Dörfer vorzudringen. In Indonesien kommt es während der Regenzeit häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Grund dafür ist oftmals die illegale Abholzung von Wald zur Landgewinnung. Dadurch sind die Siedlungen der Bodenerosion voll ausgesetzt.