Indonesien Vulkan Merapi stößt heiße Gaswolken aus
Merapi - Nach Angaben der indonesischen Nachrichtenagentur Antara versengten die Gaswolken Teile eines Waldes. Verletzt worden sei aber niemand. Wissenschaftler vermuten, dass das starke Erdbeben vom 27. Mai, bei dem mehr als 5700 Menschen getötet wurden, zu der gestiegenen Aktivität des Vulkans beigetragen haben könnte.
Der 3000 Meter hohe Vulkan Merapi liegt etwa 50 Kilometer entfernt von dem Gebiet, das von dem Erdbeben heimgesucht wurde. In ihm wächst seit Wochen ein Lavakegel. Experten befürchten, dass er plötzlich in sich zusammenstürzen und dabei Wolken heißen Gases ausstoßen könnte, die sich in rasender Geschwindigkeit bis zu zwölf Kilometer weit ausbreiten können.
1994 waren bei einem Ausbruch des Vulkans 66 Menschen getötet worden. Die meisten von ihnen starben in den extrem heißen Gaswolken, die die Abhänge hinabgerast waren.
ffr/AP/dpa