Indonesischer Vulkan tötet sechs Menschen - DER SPIEGEL
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Vulkanausbruch: Die Opfer des Rokatenda

Foto: STR/ AFP

Zögerliche Evakuierung Vulkanausbruch gefährdet 7000 Inselbewohner

Seit Samstag spuckt der indonesische Vulkan Rokatenda Lava und Asche, sechs Menschen starben bisher. Nur jeder Dritte der 10.000 Einwohner der Vulkaninsel konnte bisher evakuiert werden. Das Problem: Man kann sie nicht zwingen zu gehen - und viele wollen nicht.
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Jakarta/Hamburg - Nach dem Ausbruch des Vulkans Rokatenda versuchen die Behörden, weitere Einwohner auf der ostindonesischen Insel Palu'e in Sicherheit zu bringen. Am frühen Samstagmorgen hatte der Vulkan eine Aschewolke 2000 Meter hoch in den Himmel gespien, dann rollte eine Lawine aus Schutt und Lava die Abhänge herunter. Sechs Menschen seien in den Tod gerissen worden, berichtete die Katastrophenschutzbehörde.

Rund 10.000 Menschen leben auf der kleinen Insel, die maßgeblich durch den Vulkan im Zentrum geprägt ist. Etwa 3000 Einwohner wurden bereits aus ihren Dörfern in Sicherheit gebracht. "Wir versuchen, die Bewohner davon zu überzeugen, nach Maumere umzuziehen", sagte Johannes Berchmans vom Katastrophenschutz. Maumere ist die Hauptstadt der nahe gelegenen größeren Insel Flores. "Einige wollen aber nicht gehen, weil sie ihr Eigentum nicht zurücklassen wollen", fügte er hinzu.

Palu'e als Teil der Kleinen Sundainseln liegt wie der gesamte Archipel-Staat Indonesien auf dem "Ring aus Feuer", einer hufeisenförmigen Zone entlang der Küste des Pazifischen Ozeans, die häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht wird. Die Region gilt als eine der seismisch und vulkanisch aktivsten der Welt.

Der Rokatenda ist seit Oktober letzten Jahres wieder verstärkt aktiv. Zuletzt mussten 1964 mehr als 3000 Menschen wegen anhaltender Ausbrüche auf die nahe gelegene größere Insel Flores fliehen.

pat/AFP

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