Inhaftierte Säge-Killerin: Selbstmordversuch mit Schnürsenkel - DER SPIEGEL
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Inhaftierte Säge-Killerin Selbstmordversuch mit Schnürsenkel

Dajana K. wird vorgeworfen, die Ehefrau ihres Geliebten ermordet und der Leiche den Kopf abgesägt zu haben. Nach Angaben ihres Anwalts versuchte die junge Frau am Tag nach ihrer Festnahme, sich in einer Gefängniszelle der Justizvollzugsanstalt Kassel-Wehlheiden das Leben zu nehmen.
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Hamburg - "Dajana K. befestigte einen Schnürsenkel am oberen Rahmen eines doppelstöckigen Betts", sagte ihr Anwalt Michael Kreutzmann gegenüber SPIEGEL ONLINE. Dann habe die 24-Jährige versucht, sich zu erhängen. Gerade noch rechtzeitig konnte die junge Frau gerettet werden: "Zwei Justizvollzugsbeamte hoben sie vorsichtig an, der dritte trennte den Schnürsenkel durch", erklärte der Verteidiger der Angeklagten weiter. Nach einem Bericht der Gefängnisleitung an das hessische Justizministerium in Wiesbaden ereignete sich der Selbstmordversuch bereits am 21. April vergangenen Jahres - einen Tag, nachdem die 24-Jährige festgenommen worden war.

Kurz vor ihrem Selbstmordversuch habe die junge Frau noch einen Abschiedsbrief verfasst, erzählt Kreutzmann weiter. Einige Auszüge wurden bereits veröffentlicht. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung schrieb die Angeklagte: "Liebe Mama, Du musst Dir keine Vorwürfe machen - ich schaffe es nicht, mit dem Gedanken weiterzuleben, dass ich Euch solchen Kummer bereitet habe. Es tut mir leid. Bitte hasst mich nicht für das, was ich getan habe."

Auch wenn in manchem Krimi die Sträflinge gleich zu Haftantritt ihre Schnürsenkel abgeben müssen, sieht die Realität anders aus: "Generell dürfen Häftlinge alltägliche Kleidungsstücke wie Schnürsenkel und Gürtel auch in der Haft tragen", sagte Jörg-Uwe Meister, Leiter der Justizvollzugsanstalt Kassel-Wehlheiden gegenüber SPIEGEL ONLINE. "Besteht akute Suizidgefahr, kommen sie in einen besonderen Haftraum - dort müssen sie alle Gegenstände, die sie gefährden könnten, abgeben.

Seit Anfang Januar läuft der Prozess gegen die 24-Jährige und ihre vier Jahre jüngere Komplizin vor dem Landgericht Kassel. Bereits zu Beginn der Verhandlung hatte die 20-Jährige Dajana K. schwer belastet und als Mörderin bezeichnet. Am kommenden Donnerstag geht der Prozess weiter. Wegen akuter Selbstmordgefahr wurde Dajana für die Dauer des Prozesses ins Haftkrankenhaus der Justizvollzugsanstalt Kassel-Wehlheiden verlegt.