Insel Nias: Panik im Surferparadies - DER SPIEGEL
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Insel Nias Panik im Surferparadies

Die indonesische Insel Nias ist von dem schweren Seebeben vor Sumatra am meisten heimgesucht worden. Nach offiziellen Angaben kamen dort etwa 1000 Menschen ums Leben. Helfer suchen jetzt in den zerstörten Häusern des Surferparadieses weiter nach Verschütteten.
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Jakarta - Die größte Stadt der bei den Surfern beliebten Gebirgsinsel, Gunungsitoli, sei durch das Beben bis zu 75 Prozent zerstört worden. "Das Erdbeben war sehr stark. Die Erde zittert immer noch", sagte der Vize-Polizeichef der Stadt. Viele Menschen seien noch unter den Trümmern begraben. Etwa 10.000 der 27.000 Einwohner seien in höher gelegene Gebiete geflohen. "Gunungsitoli ist wie eine Geisterstadt. Es herrscht sehr große Panik."

Es sei möglich, dass unter den eingestürzten Gebäuden Hunderte Menschen verschüttet und umgekommen seien, sagte Polizeisprecher Zulkifli Sirait Sirait. Ein anderer Polizeisprecher berichtete, die Helfer bemühten sich, Opfer aus den Trümmern zu bergen. Weitere Nachbeben hätten Panik ausgelöst. Die Rettungsarbeiten seien schwierig, da es keinen Strom gebe. "Wir wissen nicht, wie viele Opfer es gibt, weil es noch dunkel ist." Die Situation sei chaotisch.

Der katholische Nachrichtendienst Misna zitierte den Missionar Raymond Laia mit den Worten, die Stadt sei völlig zerstört. Hunderte Verletzte suchten in seiner nahe gelegenen Missionsstation Hilfe. Sie berichteten, dass es in der Stadt Tausende Verletzte gebe und dass das Krankenhauspersonal geflohen sei, sagte der Geistliche den Angaben zufolge.