Intercity-Unfall: Zug entgleist im Rheintal - DER SPIEGEL
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Zugunglück: Intercity entgleist am Rheinufer

Foto: Thomas Frey/ dpa

Intercity-Unfall Zug entgleist im Rheintal

Schrecksekunden für 250 Bahnreisende: Ein Intercity ist wegen eines Unwetters bei St. Goar am Rhein entgleist. Eine Gerölllawine hatte die Gleise unpassierbar gemacht. Sechs Menschen wurden verletzt, die Feuerwehr musste mit einer Leiter anrücken, um die Passagiere aus dem Zug zu holen.
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Auf der linksrheinischen Bahnstrecke zwischen Mainz und Koblenz ist am Sonntagnachmittag ein Intercity der Deutschen Bahn entgleist. Der Zug fuhr in eine Gerölllawine und sprang aus dem Gleis, kippte aber nicht um. Die Steine wurden durch starken Unwetterregen auf das Gleis gespült.

Der Lokführer wurde schwer verletzt. Auch fünf Reisende trugen Verletzungen davon, teilte die Bundespolizei mit. Der Zug war kurz vor St. Goar an einem Abhang im Rheintal in südlicher Richtung unterwegs, als um 14.15 Uhr die Lokomotive und vier Waggons entgleisten. Der Stromabnehmer der Lok wurde beschädigt.

Die Feuerwehr musste die Fahrgäste mit einer Drehleiter aus dem schwer zugänglichen Zug holen. Für die 250 Fahrgäste wurde die Rheingoldhalle in St. Goar zur Verfügung gestellt und die Weiterfahrt mit Bussen organisiert, meldete die Polizei.

Die linksrheinischen Gleise im Rhein-Hunsrück-Kreis zählen zu den meistbefahrenen Bahnstrecken Deutschlands. Der Deutsche Wetterdienst hatte für Sonntagnachmittag vor Gewittern mit starken Regenfällen und Sturmböen unter anderem in Rheinland-Pfalz gewarnt. Die Strecke wurde nach Angaben einer Bahnsprecherin gesperrt. Der Zugverkehr werden über die rechte Rheinseite umgeleitet. Zwischen Koblenz und Mainz komme es zu "großen Verspätungen", heißt es auf der Internetseite der Bahn.

cht/dpa/dapd/AFP

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