Internet Porno im Museum
Die mehr als hundert Jahre alte australische Nationalbibliothek plant, neben Büchern, Filmdokumenten, Zeitschriften und mündlich überlieferten Sagen jetzt auch Porno-Seiten aus dem Internet in ihre Sammlung aufzunehmen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Spätere Generationen sollen damit ein repräsentatives Bild australischer Erotika im Internet bekommen, so heißt es im aktuellen Newsletter der Bibliothek. Erwachsenenunterhaltung sei nun mal ein Bestandteil des täglichen Lebens. Es gebe also keinen Grund, zukünftigen Historikern durch Schüchternheit die Arbeit zu erschweren.
Seit 1996 speichert die Bibliothek bereits Websites in einem Archiv, bislang allerdings nur relativ harmlose. Welche Seiten jetzt zu Museumsehren kommen sollen, ist noch nicht klar an gedruckten Porno-Heftchen wurden bisher beispielsweise Werke wie "Big 'n' Bouncy" oder "Bra Busters" in die Sammlung aufgenommen.