Irak-Einsatz: Chelsy bangt um Prinz Harry - DER SPIEGEL
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Irak-Einsatz Chelsy bangt um Prinz Harry

Prinz Harry bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf einen Einsatz als Offizier im Irak vor. Ob der Enkel der Königin tatsächlich nach Basra darf, steht zwar noch nicht fest, Freundin Chelsy macht jedoch schon Reisepläne für den Fall, dass ihr Prinz auf gefährliche Mission geht.
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London - Chelsy Davy, 21, wolle zur Zeit von Harrys Irakeinsatz auf eine Amerika-Reise gehen, um besser mit der Angst um ihren Prinzen fertig zu werden. Das habe die blonde Südafrikanerin kürzlich Freunden anvertraut, berichtet die Boulevardzeitung "Sun".

"Sie will unbedingt etwas finden, um ihre Gedanken von Harry abzulenken, während er mit seinem Regiment zu tun hat", zitiert das Blatt einen "engen Freund" von Chelsy Davy. Sie wolle deshalb mit ihrem Bruder Shaun, 24, die Casinostadt Reno (US-Bundesstaat Nevada) und danach die brasilianische Metropole Rio de Janeiro besuchen.

Harrys Eliteregiment "Blues and Royals" bereitet sich mit Beginn des kommenden Jahres auf einen sechsmonatigen Einsatz in der südirakischen Provinz Basra vor. Eine Entscheidung, ob der Prinz - die Nummer drei in der britischen Thronfolge - dabei sein wird, ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums noch nicht gefallen. Harry selbst hatte den Wunsch nach einem Kriegseinsatz geäußert.

Am liebsten wolle er nach seiner Militärausbildung an die Front nach Afghanistan, hatte Harry im Oktober wissen lassen. Aber schon damals hieß es, seine Herkunft würde ihn zu einem besonderen Ziel machen und auch das Leben seiner Truppe gefährden. Die Zeitung "Mail on Sunday" berichtete unter Berufung auf hochrangige Vertreter von Harrys "Blues and Royals"-Regiment. Selbst wenn er im britischen Hauptquartier Dienst tun würde, könnte er trotzdem von einer Rakete getroffen werden, hieß es. Das Risiko sei für den 22-jährigen Prinzen zu groß.

Die Nummer drei der britischen Thronfolge wird derzeit zum Truppenkommandeur eines Aufklärungsregiments ausgebildet und soll einmal einen Spähtrupp von bis zu elf Mann und vier Fahrzeugen führen. Er soll bereits angedroht haben, die Armee zu verlassen, wenn er nicht "mit meinen Männern" an die Front gehen kann.

Harrys älterer Bruder, Prinz William, entschied vor kurzem, nach seiner Offiziersausbildung dem jüngeren Bruder in die "Household Cavalry" zu folgen. Damit könnte auch der künftige König theoretisch nach Afghanistan geschickt werden oder in den Irak. Auch wenn es wie im Fall Harry noch keine offizielle Entscheidung gibt, halten Königshausexperten dies für unwahrscheinlich. Großbritannien beteiligt sich mit etwa 4500 Soldaten an der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf.

dab/dpa