Irakkrise: USA warnen vor Terroranschlägen - DER SPIEGEL
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Irakkrise USA warnen vor Terroranschlägen

Mit dem näher rückenden Krieg wächst die Angst vor Terroranschlägen in den USA und Großbritannien. Auch Deutschland bereitet sich auf eine verschärfte Sicherheitslage vor. Innenminister Schily kündigte verstärkte Aufklärungsmaßnahmen an.
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Berlin - Innenminister Otto Schily sagte am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin, im Zuge eines Krieges werde sich auch in Deutschland die Sicherheitslage noch einmal "erheblich verschärfen". Daher würden die Aufklärungsmaßnahmen und Überwachungen intensiviert.

Die Sicherheitslage hänge auch vom Kriegsverlauf ab. "Wenn es zu großen Opfern kommt, wird die emotionale Beeinflussung mancher Menschen natürlich zunehmen", sagte Schily. Er rechne mit verstärkten Aktivitäten von so genannten "Spontantätern" aus dem extremistisch-fundamentalistischen Islamismus wie auch dem Bereich der linksextremistischen Szene. Der Minister rief die Bevölkerung zu verstärkter Wachsamkeit und Mithilfe auf - aber auch zu Gelassenheit.

In den USA bewerten Experten die Gefahr von Terroranschlägen als hoch. Nach dem Ultimatum, das US-Präsident George W. Bush dem irakischen Diktator Saddam Hussein gestellt hatte, wurde die Sicherheitslage auf orange gesetzt - die zweithöchste Stufe des nationalen Warnsystems.

Das es Attentatsversuche geben werde, sei "fast sicher", berichtete der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf einen Beamten des Außenministeriums. Aus dem Heimatschutzministerium hieß es, Anschläge seien mit Beginn des Irak-Krieges nicht auszuschließen. Sie könnten nicht nur von Osama Bin Ladens Netzwerk al-Qaida verübt werden, sondern auch von irakischen Gruppen oder spontan von "unzufriedenen" Einzelpersonen.

Heimatschutzminister Tom Ridge sagte, es seien landesweit schärfere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden, um die Infrastruktur und symbolische Ziele zu verteidigen. Dabei seien Nationalgardisten und Sicherheitsbeamte an potenziell gefährdeten Objekten wie Flughäfen und Eisenbahnanlagen im Einsatz. Zwar seien nach Erkenntnissen der Geheimdienste al-Qaida und ihre Anhänger die Hauptbedrohung für die USA, doch könnten auch andere die Situation nutzen, warnte Ridge.

Der Aktionsplan "Operation Liberty Shield" werde helfen, US-Bürger und die Infrastruktur zu schützen und zugleich diejenigen fern zu halten, die weitere Anschläge beabsichtigten, sagte Ridge. "Operation Liberty Shield" sieht unter anderem vor, Asylsuchende aus bestimmten Ländern vorläufig festzusetzen.