Israel: Schnee in der Wüste - DER SPIEGEL
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Israel Schnee in der Wüste

Israel ist vom Winter überrascht worden: Zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert ist die Negev-Wüste schneebedeckt. In Jerusalem sorgten 40 Zentimeter Neuschnee für ein Verkehrschaos.
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Tel Aviv - Der Wintereinbruch hat die israelischen Behörden vor große Probleme gestellt. Auf der Straße von Jerusalem nach Hebron blieben viele Fahrzeuge stecken, die israelische Armee setzte Räumfahrzeuge ein. Im arabischen Teil Jerusalems brach ein Haus unter der Last des Schnees zusammen. Dabei wurden zwei Palästinenser verschüttet, von denen einer leicht verletzt geborgen wurde. Zu dem anderen bestand telefonischer Kontakt.

Zahlreiche Grundschulen, die nach einem zwölftägigen Streik der Lehrer am Freitag wieder öffnen sollten, sagten den Unterricht ab. Die Stadtverwaltung in Jerusalem setzte 60 Traktoren ein, um die wichtigsten Straßen zu räumen. Busse fuhren nicht. Umstürzende Bäume rissen Stromleitungen zu Boden. Im einzigen Skigebiet Israels, dem Berg Hermon auf den Golanhöhen, lagen bis zu sieben Meter Schnee. Im vergangenen Jahr hatte der Skibetrieb wegen mangelnden Schnees nicht aufgenommen werden können.

Im tiefer gelegenen Tel Aviv an der Mittelmeerküste regnete es dagegen heftig. Dutzende Familien mussten aus überfluteten Häuser evakuiert werden, das Kanalisationssystem war teilweise überlastet.