Istanbul: Polizei hält Explosion nicht für Terrorakt - DER SPIEGEL
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Istanbul Polizei hält Explosion nicht für Terrorakt

In Istanbul sind bei einer Explosion in der Nacht zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Opfer hatten gerade eine Hochzeitsfeier verlassen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich nicht um einen Terroranschlag handelt.
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Istanbul - Die Explosion ereignete sich im asiatischen Stadtteil Pendik. Bei den beiden Toten handelt es sich um eine Frau und ihre Tochter. Sie starben, als sie kurz nach Mitternacht nach einer Hochzeitsfeier in ein Auto einsteigen wollten.

Die Polizei geht nicht von einem Terrorakt aus. "Es sieht nicht danach aus", sagte Polizeichef Celalettin Cerrah. Ersten Ermittlungen zufolge sei es möglich, dass ein Benzin- oder Autogastank explodiert sei. Außerdem werde ein Müllcontainer untersucht, der Fernsehberichten zufolge 20 Meter durch die Luft geflogen sei. Der Sender Star Television meldete unter Berufung auf einen Augenzeugen, in dem Mülleimer am Straßenrand sei eine Bombe gezündet worden.

Der Vater, der am Steuer des Wagens saß, sowie vier weitere Hochzeitsgäste wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Durch die Wucht der Detonation wurden mehrere geparkte Autos schwer beschädigt.

In den vergangenen Wochen ist es in türkischen Städten zu zahlreichen Anschlägen gekommen, bei denen mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. Die Regierung vermutet die Täter in Kreisen radikaler Kurden oder Islamisten.

Der verheerendste Anschlag wurde Mitte Juli in der Ägäis-Stadt Kusadasi verübt. Die Bombe zerriss einen Kleinbus auf dem Weg zum Strand. Fünf Menschen kamen ums Leben.