Italien: 31-Jährige erwartet Achtlinge - DER SPIEGEL
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Italien 31-Jährige erwartet Achtlinge

Erst hatten die Ärzte bei der Italienerin schon Siebenlinge gezählt. Doch nach einer speziellen Untersuchung war es ein Fötus mehr. Siebenlinge und Achtlinge sind extrem selten. Derartige Mehrlingsgeburten sind fast ausschließlich die Folge von Hormonbehandlungen.
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Mailand/Istanbul - Eine 31-jährige Italienerin erwartet nach einer hormonellen Fruchtbarkeitsbehandlung Achtlinge. Das teilten Ärzte am Donnerstag in Mailand mit. "Ob es sieben oder acht sind, macht keinen großen Unterschied", meinte Professor Giorgio Pardi vom San-Paolo-Hospital in Mailand. Jetzt komme es darauf an, "alles zu tun, damit Mutter und Kinder die Schwangerschaft überstehen." Zugleich wurde am Donnerstag die siebenfache Schwangerschaft einer Türkin bekannt; auch sie war zuvor hormonell behandelt worden.

Siebenlinge und Achtlinge sind extrem selten. Die Geburt bringt große Risiken mit sich. Meist sind die Kinder zu klein zum Überleben, sagte Professor Pardi in Mailand.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden weist für Gesamtdeutschland von 1950 bis 1998 fünf Sechslingsgeburten, aber keine Siebenlinge und Achtlinge aus. In italienischen Perugia kamen im Januar Sechslinge zur Welt; zwei Kinder starben später. In den USA hatte eine 31-jährige Frau im Februar dieses Jahres ihre Siebenlinge zwei Monate vor der Geburt durch eine Infektion verloren.

Die Italienerin, die aus Sizilien stammt, ist im vierten Monat schwanger. Sie war sechs Jahre behandelt worden, um endlich ein Kind zu bekommen. "Wir haben so viel unternommen, damit es klappt", sagte die Frau, die mit einem Gefängnisbeamten verheiratet ist. Experten hatten erst bei speziellen Ultraschall-Untersuchungen den achten Fötus entdeckt.

"Die Gebärmutter ist für ein Kind gemacht, höchstens für zwei oder drei", sagte Professor Pardi. "Wenn es mehr sind, ist das sehr riskant für Mutter und Kinder". Die Ankündigung der Mehrlingsschwangerschaft hatte scharfe Kritik von Ärzten ausgelöst. "Es ist absurd, dass im Jahre 2000 sich eine Frau einer Therapie unterzieht, und dann statt eines Kindes sieben erwarten muss", sagte Professor Ermelano Vinicio Cosmi, Präsident einer Bioethischen Kommission Italiens.