Jackson-Prozess: Eingesperrt auf Neverland - DER SPIEGEL
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Jackson-Prozess Eingesperrt auf Neverland

Ein ehemaliger Wachmann auf Michael Jacksons Neverland-Ranch hat mit seiner Aussage Vorwürfe bestätigt, wonach das angebliche Missbrauchsopfer des Popstars das Anwesen nicht verlassen durfte. Es habe eine entsprechende Anweisung für die Sicherheitskräfte gegeben, sagte der Mann.
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Santa Maria - Der Aussage des Zeugen zufolge gab es im Winter 2003 zeitweise eine Dienstanweisung, nach welcher der damals 13-jährige Junge, der Jackson jetzt des Missbrauchs beschuldigt, das Anwesen nicht verlassen durfte. Im Kreuzverhör mit Jacksons Verteidigern räumte der Zeuge aber ein, dass dies den üblichen "Ranch-Vorschriften" entsprach. Danach sollten minderjährige Besucher, die nicht von ihren Eltern begleitet wurden, zu ihrer eigenen Sicherheit das eingezäunte Anwesen nicht allein verlassen.

Vor der Jury im kalifornischen Santa Maria führte der Mann gestern weiter aus, dass er auf Neverland selbst keine kriminellen Handlungen beobachtet habe. Er habe auch keine Anzeichen dafür gesehen, dass der Junge nicht gerne auf der Ranch zu Gast war. CNN zufolge beschrieb der Wachmann seinen prominenten Boss als "Perfektionisten". Immer wenn Jackson auf Neverland zugegen war "musste viel mehr Arbeit erledigt werden".

Jackson (46) ist angeklagt, den heute 15 Jahre alten Jungen im Frühjahr 2003 auf seiner Ranch sexuell missbraucht zu haben. Zudem muss er sich wegen Verschwörung zur Entführung und Freiheitsberaubung verantworten. Er soll den Jungen und dessen Familie gegen deren Willen auf dem Anwesen festgehalten haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag angekündigt, in Kürze ihre Beweisführung abzuschließen. Staatsanwalt Tom Sneddon stellte in Aussicht, in der kommenden Woche - der neunten seit Prozessbeginn - die letzten Zeugen zu befragen.

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