Jackson-Prozess: Erste Plädoyers am Montag - DER SPIEGEL
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Jackson-Prozess Erste Plädoyers am Montag

Im Prozess wegen Kindesmissbrauchs gegen Popstar Michael Jackson sollen am Montag die Eröffnungsplädoyers beginnen. Die Auswahl der Geschworenen ist seit gestern abgeschlossen. Unter den Jury-Mitgliedern ist kein Schwarzer - was Rechtsexperten als Nachteil Jacksons betrachten.
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Santa Maria - Den Termin für die Plädoyers setzte Richter Rodney Melville fest. Im Anschluss an die Ernennung von zwölf Geschworenen wurden gestern auch acht Ersatzleute bestimmt. Jackson wird vorgeworfen, einen 13-jährigen Jungen mit Alkohol gefügig gemacht und sexuell misshandelt zu haben.

Die zwölf Geschworenen - vier Männer und acht Frauen im Alter von 20 bis 79 Jahren - sollen nach der Beweisaufnahme und den Schlussplädoyers darüber urteilen, ob Jackson des Kindesmissbrauchs schuldig ist.

Von den Hauptgeschworenen ist keiner wie der Angeklagte afroamerikanisch. Nach Angaben der "Los Angeles Times" ist lediglich unter den Ersatzjuroren ein 19-jähriger Schwarzer. Er sei aber auf der Liste der potenziellen Nachrücker nur die Nummer sechs, so dass es als wenig wahrscheinlich gilt, dass er zum Einsatz kommt.

Rechtsexperten werten es als Nachteil für Jackson, dass kein Afroamerikaner in die Gruppe der Zwölf gewählt wurde. Zwei schwarze Kandidatinnen waren von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden, die wie die Verteidigung das Recht hatte, jeweils zehn Anwärter ohne Angabe von Gründen zurückzuweisen.

Umfragen hatten zuvor ergeben, dass weniger Schwarze die Vorwürfe gegen Jackson für glaubwürdig halten als Angehörige anderer ethnischer Gruppen.

Der Prozess in der kalifornischen Stadt Santa Maria soll etwa sechs Monate dauern. Der Popsänger hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen.

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