Jackson-Prozess Mutter des Klägers sagt aus
Santa Maria - Die Anklage will mit der Aussage der Frau unter anderem ihre Vorwürfe untermauern, dass der US-Popstar die Familie unter Druck setzte und sie gegen ihren Willen auf seiner Neverland-Ranch festhielt. Prozessbeobachter erwarten von Jacksons Anwälten, dass sie die Glaubwürdigkeit der Frau in Zweifel ziehen und sie als geldgierige Lügnerin darstellen werden, die mit ihrem Sohn die Anschuldigungen gegen Jackson fabrizierte.
Bei ihrer Zeugenaussage berief sich die Frau am Mittwochvormittag (Ortszeit) zunächst auf den fünften Verfassungszusatz der USA, um sich selbst durch ihre Aussage nicht belasten zu müssen. Damit dürfen die Anwälte sie nicht zu Sozialhilfe-Zahlungen befragen, die die Mutter unrechtmäßig kassiert haben soll.
Am Vortag hatte ihr Ehemann, der Stiefvater des angeblichen Missbrauchopfers, vor der Jury über Anrufe von Jacksons Neverland-Ranch berichtet, in denen die Mutter des Jungen geweint habe und verängstigt gewirkt habe.
Jackson ist angeklagt, den damals 13 Jahre alten Jungen im Frühjahr 2003 sexuell missbraucht zu haben. Daneben muss er sich auch wegen Freiheitsberaubung und Kindesentführung vor Gericht verantworten. Der Sänger hat diese und frühere Anschuldigungen seiner angeblichen Opfer zurückgewiesen.