Jackson-Prozess Überpünktlich vor Gericht
Santa Maria - Nach eingehenden Sicherheitskontrollen betrat Jackson den Gerichtssaal überpünktlich. Beim ersten Termin vor rund drei Monaten hatte er sich von seinen Fans ausgiebig feiern lassen, im Getümmel hatte er immer wieder angehalten, das Victory-Zeichen gemacht und für die Kameras posiert - dabei hatte er sich so lange Zeit gelassen, dass er sich vom Richter eine Rüge einfing.
Beim heutigen Auftritt schritt Jackson im Kreise seiner Anwälte zügig in den Gerichtssaal. Auch suchte er nicht die enge Tuchfühlung mit den Fans - das war aber sowieso nicht mehr so einfach möglich. Die Behörden hatten den Zugang zum Gericht weiträumig abgesperrt. An den Gittern und Zäunen, die von Dutzenden Polizisten bewacht wurden, drängelten sich Hunderte Menschen, die einen Blick auf Jackson zu erhaschen versuchten.
Dass er sich vor dem Geschworenengremium als "nicht schuldig" bezeichnen wird, hatte er bereits durch seine Anwälte mitteilen lassen.
Die Staatsanwaltschaft hatte Jackson sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen in sieben Fällen angelastet. Zudem soll er einem Kind Alkohol verabreicht haben, um es gefügig zu machen. Die Einzelheiten der "Grand Jury"-Vorwürfe werden bei dem heutigen Termin verlesen.
In der Nacht hatten seine Anhänger vor der Neverland Ranch eine Mahnwache abgehalten. Mit Kerzen und Bannern waren rund hundert Fans zu dem Treffen erschienen. Auf seiner Webseite teilte Jackson heute mit: "Mein Leben steht auf dem Spiel."