Jackson-Prozess: Verteidiger fordern Abberufung von Staatsanwalt - DER SPIEGEL
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Jackson-Prozess Verteidiger fordern Abberufung von Staatsanwalt

Die Anwälte von Michael Jackson wollen sich im Missbrauchsverfahren gegen den Popstar nicht länger mit Staatsanwalt Tom Sneddon auseinandersetzen. Sneddon hege eine "persönliche Feindseligkeit" gegen ihren Mandanten. Ein fairer Prozess sei deswegen unmöglich.
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Los Angeles - Jacksons Verteidiger reichten beim Gericht in Santa Barbara einen Antrag ein, in dem sie um die Abberufung Sneddons ersuchen. Der Staatsanwalt sei von "blindem Eifer" gepackt, heißt es in dem Schreiben.

In dem Antrag beschuldigt die Verteidigung Sneddon einer Fehde, die bis ins Jahr 1993 zurückreiche. Damals war gegen Jackson wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen ermittelt worden, das Verfahren endete jedoch ohne Strafe. "Herr Sneddon hat seinen Ärger darüber, dass er Mr. Jackson nichts anlasten konnte, nicht verborgen", schreiben die Anwälte. "Dieser Fehlschlag hat ihn in seinem Eifer noch bestärkt."

Prozessbeobachter hielten es für unwahrscheinlich, dass Richter Rodney Melville Jacksons Wunsch nachkommt, berichtet US-Zeitungen. Eine Entscheidung wird in den nächsten Wochen erwartet.

Die Staatsanwaltschaft wirft Jackson sexuellen Missbrauch eines 13-jährigen Jungen vor. Der Sänger soll das Kind zuvor mit Alkohol gefügig gemacht haben.

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