Jahreswechsel Weltweit knallen die Korken
Sydney
Mit einem farbenfrohen Feuerwerk rund um die Harbour Bridge hat die australische Metropole das neue Jahr begrüßt. Nur wenige Monate nach den oylmpischen Spielen konnten zehntausende Schaulustige dabei erneut ein Großspektakel beobachten. Begehrte Aussichtsplätze wie etwa an der berühmten Oper waren bereits Stunden vor dem Feuerwerk wegen Überfüllung geschlossen worden. Im Hafen versammelten sich hunderte Boote zu einer Parade. Die Australier haben neben dem neuen Jahr einen weiteren Grund zum Feiern. Ihr Staat wird 100 Jahre alt. Am 1. Januar 1901 wurde der Bundesstaat Australien formell gegründet.
Peking
Die chinesische Hauptstadt ist mit einer Lasershow in das neue Jahr gestartet. Der deutsche Lichtkünstler Gert Hof brachte den Himmel über Peking mit einem Feuerwerk und Laserbildern aus der Geschichte des Landes zum Erleuchten, während vor dem Jahrtausend-Monument in Löwenkostüme gehüllte Tänzer ihre Kunst darboten.
Moskau
Ein riesiger Schneemann aus Speiseeis ist eine der Hauptattraktionen der Silvesterfeiern in Moskau. Der 300 Kilogramm schwere Koloss zum Vernaschen soll fast zwei Meter hoch werden und bis zu 300 Kilogramm wiegen. Der Schneemann soll die weiß-blau-roten Farben der russischen Nationalflagge tragen - oben Sahneeis, in der Mitte Heidelbeere und unten Erdbeere. Der Rote Platz ist erstmals in seiner Geschichte in eine Eisbahn verwandelt worden. Am Kremlturm zählt eine Uhr das alte Jahr aus.
Berlin
Auf der Silvestermeile zwischen dem verhüllten Brandenburger Tor und der Siegessäule werden mehr als eine Million Menschen erwartet. Höhepunkte sind das Feuerspektakel am Großen Stern und das Höhenfeuerwerk am Brandenburger Tor um Mitternacht. Auf acht Bühnen treten zahlreiche Bands auf. Private Feuerwerke sind auf der Partymeile verboten. Nur auf so genannten "Abbrennplätzen" sind eigene Knaller oder Raketen erlaubt. Für die Sicherheit der Besucher sorgen 400 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, 2000 Polizisten und 500 Ordner.
London
Nach dem Reinfall mit dem Millenium-Dome im vergangenen Jahr überschatten auch diesmal Flops die Silvesterfeier an der Themse. Für den mit rund 2,4 Milliarden Mark verschuldeten Millenium-Dome kommt nach einem Jahr das verdiente Aus, und ansonsten passiert... nicht viel. Ein gigantisches Feuerwerk, von Bürgermeister Ken Livingstone geplant, verschreckte die Betreibergesellschaft der U-Bahn wegen des erwarteten Besucheransturms derart, dass sie ankündigte, ihre Züge nicht fahren zu lassen. Livingston blies daraufhin die Pyrotechnik-Show ab, worauf die U-Bahn ihrerseits bekannt gab, dass die Züge dann wie geplant fahren könnten. Cheers!
New York
Trotz des Wintereinbruchs wollen rund eine halbe Million Menschen auf dem Times Square Silvester unter freiem Himmel feiern. Wegen der erwarteten Temperaturen von minus sechs Grad Celsius haben die Behörden den Besuchern empfohlen, sich besonders warm anzuziehen. Mitarbeiter der New Yorker Stadtreinigung haben bereits eine 30 Zentimeter hohe Scheedecke fortgeräumt. Um Mitternacht soll über dem Times Square, der von 6100 Polizisten bewacht wird, die größte Kristallkugel der Welt erstrahlen. Neben der 485 Kilogramm schweren Leuchtkugel sollen 15.000 Luftballons und 1360 Kilogramm Konfetti die Besucher begeistern.
Raumstation ISS
Die erste Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS wird den Jahreswechsel im All mit reichlich Arbeit erleben. "Wir müssen noch so viele Experimente durchführen, da können wir uns nicht einfach einen Tag frei nehmen", sagten die drei ISS-Bewohner bei einer Videoschaltung mit der russischen Bodenstation. Prickelnder Sekt lässt sich wegen der Schwerelosigkeit in der ISS nicht trinken. "Allenfalls gönnen wir uns symbolisch einen Schluck Cognac", hatte der Russe Juri Gidsenko noch vor dem Start verraten. Immerhin darf die ISS-Besatzung 15 Mal einen Sonnenaufgang im neuen Jahrtausend erleben.