Jamtal-Prozess: Bergführer freigesprochen - DER SPIEGEL
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Jamtal-Prozess Bergführer freigesprochen

Vor knapp einem Jahr wurden in Tirol 14 deutsche Tourengeher von einer Lawine verschüttet, neun von ihnen starben. Jetzt sind die drei Bergführer freigesprochen worden.
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Innsbruck - Die Lawine, die im Dezember vergangenen Jahres 14 deutsche Tourengeher nahe der hochalpinen Jamtalhütte verschüttet hatte, sei nicht vorhersehbar gewesen, begründete die Richterin Ingrid Brandstätter vom Landgericht Innsbruck am Dienstag ihr Urteil. Auch angesichts des vielen Neuschnees und der Lawinenwarnstufe sei die Tour der Bergführer mit der Urlaubergruppe dennoch "passend" gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die zwischen 43 und 61 Jahre alten Bergführer waren der "fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen" angeklagt. Sie hatten sich als unschuldig bezeichnet. Die Richterin charakterisierte sie als "qualifizierte Bergführer", die "im Zweifel zu ihren Gunsten" freizusprechen seien. Im Nachhinein sei zwar klar, dass die Tourengeher bei der Rückkehr zur Jamtalhütte den späteren Lawinenhang nicht hätten überqueren dürfen. Angesichts der Lage hätten die Angeklagten vor Ort aber das getan, was sie gelernt hätten.

Die Gruppe hatte ihren Urlaub zum Jahreswechsel in der Jamtalhütte nahe der Urlauberhochburg Galtür im Tiroler Paznauntal gebucht. Die Lawine hatte die Gruppe nur 200 Meter vor der rettenden Hütte begraben.