Japan Erdbeben lässt den WM-Rasen zittern
Tokio - Ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Richterskala hat am Freitag die japanische Hauptstadt Tokio und ihre Umgebung erschüttert. Nach Angaben der Behörden wurde im nordöstlich gelegenen Ibaraki ein Mann in seinem Haus durch einen herabfallenden Kronleuchter am Kopf verletzt. Ansonsten gab es jedoch keine Berichte über Schäden oder Verletzte. Auch wurde keine Warnungen vor Flutwellen ausgegeben.
Die Nuklearanlagen in Tokaimura in der Provinz Ibaraki blieben nach offiziellen Angaben ebenfalls unversehrt. In Tokaimura hatte sich Ende 1999 der schwerste Atomunfall in der Geschichte des Landes ereignet. Allerdings wurde wegen des starken Erdbebens der Betrieb des Hochgeschwindigkeitszuges Shinkansen stellenweise für Sicherheitschecks unterbrochen. Auch die Start- und Landebahnen auf dem internationalen Tokioter Flughafen Narita wurden kurzzeitig geschlossen. Schäden wurden jedoch auch hier nicht festgestellt.
Das Zentrum des um 11.42 Uhr Ortszeit ausgebrochenen Erdbebens befand sich nach Angaben der Meteorologischen Behörde in rund 50 Kilometer Tiefe unter der Provinz Ibaraki. Mehrere Provinzen im Osten und Nordosten des Inselreiches wurden dadurch erschüttert. Japan wird jedes Jahr von zahlreichen Erdbeben heimgesucht. In den weitaus meisten Fällen bleiben die Erschütterung jedoch ohne ernsten Folgen.