Kampagnen in Japan Hör auf zu fahren, Alter
Japan altert. Mehr als ein Viertel der Menschen hat die 65 erreicht, bis zum Jahr 2060 soll der Anteil 40 Prozent betragen, wie der "Guardian" schreibt . Und so kann es nicht verwundern, dass statistisch auch immer mehr Senioren Auto fahren: 4,8 Millionen Autofahrer sind älter als 75, im Jahr 2005 waren es erst 2,4 Millionen.
Diese Tendenz ist für den Staat ein Ärgernis - denn sie ist gefährlich. Die Zahl der Unfälle, in die Greise verwickelt sind, steigt. Oft mit tödlichen Folgen, wie es in dem Zeitungsbericht heißt.
Rabatt beim Essen
In der Präfektur Aichi hat die Polizei nun einen Anreiz ersonnen, um betagte Autofahrer zur Rückgabe ihres Führerscheins zu bewegen: Wer als Senior ein für alle Mal die Finger vom Lenkrad lässt, bekommt Rabatt aufs Essen. Genauer: auf die beliebte Nudel- und Brotsuppe Ramen bei der Restaurantkette Sugakiya, wie die BBC berichtet .
Die Polizei hat demnach einen Deal geschlossen: Wer seinen Führerschein bei der Polizei abgibt, erhält dafür eine Bescheinigung. Die kann er in einem der 176 Restaurants vorzeigen - und erhält das Ramen-Gericht für 500 Yen, etwa 15 Prozent günstiger als normal.
Bereits zuvor hatte die Polizei in der Region Senioren mit vergleichbaren Anreizen gelockt, zum Beispiel mit günstigen Taxipreisen und mit Gutscheinen für den Friseur. Auch Tokio hat sich Ähnliches einfallen lassen. Dort erhält jeder, der im Alter seinen Führerschein abgibt, eine Urkunde. Und kann fortan günstiger Bus fahren.