Japan Kronprinzessin dachte an Selbstmord
Tokyo - Kronprinzessin Masako ist zuletzt kaum noch offiziell aufgetreten. Wie die ARD heute berichtete, sei die Erkrankung durch den Generationenkonflikt im Kaiserhaus ausgelöst worden, von dem der Kronprinz bereits im vergangenen Jahr gesprochen hatte. Er hatte sich darüber beklagt, die Karriere und Persönlichkeit seiner Frau seien verleugnet worden. Sein Vater, Kaiser Akihito, wolle die Tradition bewahren und eine Modernisierung der Monarchie verhindern. Der Tenno halte Masako für keine richtige Japanerin, weil sie überwiegend im Ausland aufgewachsen sei.
Nach dem Willen des Kaiserpaares solle Masako sich darauf konzentrieren, einen Thronfolger zu gebären, und sich nicht um benachteiligte Kinder kümmern, wie sie es sich wünschte. Dies habe dazu geführt, dass Masako keine Chance mehr sah, ihrem Land zu dienen, hieß es in dem Bericht. Masako habe sich vom Kaiserpaar nicht akzeptiert und in ihrer Karriere und Persönlichkeit abgelehnt gefühlt. Deshalb sei sie krank geworden. Die Kronprinzessin hat eine Tochter, Prinzessin Aiko. In Japan können jedoch nur Männer den Thron besteigen. Alle Enkel von Kaiser Akihito sind Mädchen. Inzwischen diskutiert die Regierung jedoch eine Änderung der Thronfolgeregelung.