Japan: Schweres Erdbeben nahe Fukushima - DER SPIEGEL
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Japan Schweres Erdbeben nahe Fukushima

Die Horrormeldungen hören nicht auf. Vor der Ostküste Japans, unweit des Unglücksreaktors Fukushima, hat es erneut schwere Erdstöße gegeben. Über mögliche Schäden ist noch nichts bekannt.
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Hamburg/Tokio - Das Zentrum des Bebens mit der Stärke 6,5 lag nach Angaben der US-amerikanischen Erdbebenwarte USGS in knapp sechs Kilometer Tiefe vor der Ostküste in einer Entfernung von 163 Kilometern von Fukushima. Laut dem Betreiber Tepco gebe es keine Berichte über weitere Schäden am Atomkraftwerk durch das neue Nachbeben, berichtete die Agentur Jiji Press.

Für die Pazifikküste der Präfektur Miyagi wurde eine Warnung für eine Tsunamiwelle von 50 Zentimetern ausgegeben. Laut USGS ereignete sich das Beben um 7.24 Uhr Ortszeit (00.23 MESZ) etwa hundert Kilometer von der Stadt Sendai entfernt.

Miyagi war bei dem verheerenden Erdbeben der Stärke 9,0 am 11. März und anschließenden Tsunami am stärksten getroffen worden. Die meterhohen Tsunamiwellen hatten ganze Städte an der Küste zerstört. Bislang wurden mehr als 27.000 Tote und Vermisste gemeldet.

Durch das Erdbeben und den Tsunami wurde zudem das Atomkraftwerk Fukushima schwer beschädigt. Experten versuchen noch immer, eine nukleare Katastrophe zu verhindern.

rüd/dpa/AFP/Reuters